Motivation
Intensitätsmodulierte Strahlentherapie setzt auf eine zielgenaue
Applikation hoher Dosisniveaus im Zielvolumen. Dies setzt
eine möglichst genaue Kenntnis der Patientengeometrie während
der gesamten Behandlungszeit voraus. Applikation der hohen
zur Zerstörung der klonogenen Zellen geeigneten Dosen auf sensible
Risikobereiche in Nähe des geplanten Zielvolumens aufgrund
unzulänglich bekannter Patientengeometrie führen mit hoher
Wahrscheinlichkeit zu ernsten Komplikationen.
Ein effizienter und schneller periodischer Abgleich der aktuellen
Patientengeometrie vor den jeweiligen therapeutischen Fraktionen,
idealerweise sogar online während der Behandlungszeit mit sofortiger
Adaption des physikalischen Therapie-Setups, sind für einen breiten
klinischen Einsatz der intensitätsmodulierten Therapie erstrebenswert.
Bei den auftretenden Geometrieveränderungen handelt es sicht nicht nur um
starre Bewegungen, es müssen vielmehr auch Bewegungen der inneren Organe
berüsichtigt werden. Diese können im allgemeinen recht kompliziert sein,
so daß sich die Notwendigkeit eines elastischen Matchings ergibt.
Eingesetzte Methoden
Die Methoden des elastischen Matchings lassen sich in zwei Klassen einteilen.
Methoden der ersten Klasse verarbeiten Merkmale die zuvor aus den Bildern
extrahiert werden. Durch das Auffinden von korrespondierenden Bildregionen,
kann die gesuchte Bewegung indirekt bestimmt werden. Die Genauigkeit dieser
Methoden hängt wesentlich von der Genauigkeit ab, mit der die Features
der zu vergleichenden Bildregionen bestimmt werden können.
Bei den Methoden der zweiten Klasse wird versucht, die unbekannte
Transformation direkt aus den Bilddaten zu ermitteln. Abhängig von der
Bildstruktur lassen sich eventuell nur einzelne Komponenten des
Verschiebungsfeldes restaurieren. Um alle Komponenten des
Verschiebungsvektors bestimmen zu können, ist genügend reiche
Bildstruktur nötig (die Gradientenvektoren in einer Umgebung müssen die
Auswahl einer Basis erlauben).
Änderung der Organgeometrie
Beispiel
Das Beispiel präsentiert die sich aufgrund der Therapiewirkung verändernde
Organgeometrie im Laufe des Behandlungszeitraums. Im Vergleich zu der
Ausgangssituation hat sich die Orientierung, Form und Größe der
Zielvolumina stark verändert.
Stand: 25.01.02
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