Methodische Einordnung
Zur Berechnung der Dosisverteilung im Körper bei der Planung einer
Strahlentherapie werden derzeit im wesentlichen zwei Verfahren untersucht
und verwendet: sogenannte pencil-beam-Methoden und Monte-Carlo-Simulationen.
Bei Monte-Carlo-Simulationen werden die physikalischen Prozesse auf
mikroskopischer Basis behandelt. Lokale Inhomogenitäten des Körpergewebes
können dadurch sehr genau modelliert werden. Diese Exaktheit erfordert
jedoch einen sehr hohen Rechenaufwand, der einen klinischen Einsatz der
Monte-Carlo-Verfahren bislang ausschliesst.
Dosisprofile
Pencil-beam-Verfahren auf der anderen Seite verwenden Kern-Funktionen,
die den Energietransport und dessen Verteilung im Gewebe beschreiben. Dieses
sehr schnelle Verfahren kann die Realität (Inhomogenitäten des
Körpers) aber nur bedingt widerspiegeln.
Ein Kompromiss zwischen beiden Herangehensweisen stellt die Untersuchung
von Strahlungstransportgleichungen dar, die eine wesentlich genauere Modellierung
der Inhomogenitäten ermöglichen.
In der medizinisch relevanten Literatur wird diese Art der Modellierung
und Dosisberechnung nur sehr wenig beachtet und umgesetzt. Am ITWM liegen
langjährige Erfahrungen in der Modellierung und der numerischen Umsetzung
von Strahlungstransportgleichungen vor, die bei der Dosisberechung in der
Radiotherapie genutzt werden können.
Projektziel
Das Ziel der Arbeitsgruppe besteht in der Entwicklung und Umsetzung
eines numerischen Algorithmus, der einen angemessenen Kompromiss zwischen
der Exaktheit der Monte-Carlo-Simulationen und der Schnelligkeit der pencil-beam-Verfahren
darstellt.
Stand: 25.01.02
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